Die Autoren

Über uns

Zwei der renommiertesten Investigativjournalisten Deutschlands — vereint durch jahrelange Nord-Stream-Recherche.

Oliver Schröm
Foto: Jérome Gerull
Oliver Schröm
Investigativjournalist · Spiegel-Bestseller
12 EnthüllungsbücherSpiegel-BestsellerZDF-Serienvorlage

Oliver Schröm, geb. 1964, begann seine journalistische Laufbahn im Alter von 19 Jahren als freier Mitarbeiter bei der Aalener Volkszeitung (damals Lokalausgabe der Schwäbischen Zeitung) und veröffentlichte dort erste investigative Recherchen. Für die Lokalzeitung deckte er einen Umweltskandal in seiner Heimatstadt auf und berichtete über Kungelei im Gemeinderat bei der Vergabe von Bauaufträgen.

1987 absolvierte Schröm ein Volontariat bei der Heidenheimer Zeitung, wo er ebenfalls durch aufwändige Recherchen und Enthüllungen auffiel. Gemeinsam mit seinem Volontärkollegen Stefan Scheytt verfolgte er die Spur eines kriminellen Busunternehmers bis nach Mexiko-Stadt. Für diese Recherche erhielten beide einen Journalistenpreis, verbunden mit einem Stipendium in den USA. Dort hospitierten sie beim Commercial Appeal in Memphis, bei der Los Angeles Times sowie beim Center for Investigative Reporting.

Nach Abschluss des Volontariats arbeitete Schröm als freier Journalist und veröffentlichte 1995 gemeinsam mit dem renommierten Fernsehjournalisten Egmont R. Koch sein erstes Enthüllungsbuch über einen katholischen Eliteorden mit Verbindungen in die rechte Szene und zur Mafia.

Für die Wochenzeitung Die Zeit und das ZDF-Magazin Kennzeichen D enttarnte er Spione, Terrorzellen und Neonazi-Netzwerke. 2007 wechselte Schröm zum Magazin Stern, wo er 2010 eines der ersten Investigativteams Deutschlands aufbaute. Mit seinem Team enthüllte er unter anderem Wettbetrug im Profifußball, belegte Verbindungen des Rappers Bushido zur organisierten Kriminalität und spürte 2014 das Panama-Konto des damaligen CDU-Schatzmeisters Helmut Linssen auf.

Ab 2013 recherchierte und berichtete Schröm über mehr als ein Jahrzehnt zu den Cum-Ex-Geschäften deutscher Finanzakteure und Banken – dem größten Steuerraub der Nachkriegsgeschichte. Er deckte Investments von Finanzakteuren wie Carsten Maschmeyer auf und thematisierte die Verstrickung von Olaf Scholz in die Cum-Ex-Affäre rund um Deutschlands größte Privatbank.

2016 wechselte Schröm zum ARD-Magazin Panorama. Neben dem Thema Cum-Ex beschäftigte er sich dort unter anderem mit der sogenannten »Krebs-Mafia«, Korruptionsfällen sowie kriminellen Machenschaften von Onkologen und Apothekern.

Ab 2018 arbeitete er zwei Jahre lang als Chefredakteur des gemeinnützigen Recherchezentrums Correctiv, das er einst gemeinsam mit David Schraven gegründet hatte. Dort verantwortete er mehrere internationale Investigativkooperationen, allen voran die »CumEx-Files«, einen Zusammenschluss von 19 europäischen Medien. Die Enthüllungen dieser Kooperation sorgten europaweit für Aufsehen und führten zur Einsetzung eines Untersuchungsgremiums im Europäischen Parlament.

Ende 2019 wechselte Schröm zurück zu Panorama und veröffentlichte zwei weitere Bücher, zuletzt »Die Akte Scholz. Der Kanzler, das Geld und die Macht« (gemeinsam mit Oliver Hollenstein). Das Enthüllungsbuch führte bereits drei Tage nach seinem Erscheinen zu einer »Aktuellen Stunde« im Bundestag, in der Abgeordnete intensiv über die darin aufgegriffenen Aspekte des Cum-Ex-Skandals diskutierten.

Seit 2023 arbeitet Schröm wieder als freier Journalist sowie als Fernseh- und Buchautor.

Schröm war Gründungsmitglied und später vier Jahre lang Vorsitzender der Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche. Für seine Recherchen erhielt er – teils gemeinsam mit Kooperationspartnern – rund zwei Dutzend nationale und internationale Auszeichnungen, darunter den Otto-Brenner-Preis, den Stern-Preis und den Deutschen Fernsehpreis.

Schröm kennt auch die Kehrseite des investigativen Journalismus: Häufig wurde er nach seinen Enthüllungen selbst zur Zielscheibe. Neben zahlreichen presserechtlichen Auseinandersetzungen geriet er wiederholt ins Visier staatlicher Behörden. So leitete die Münchner Staatsanwaltschaft Mitte der 1990er-Jahre ein Verfahren gegen ihn ein, nachdem er mehrere CIA-Agenten enttarnt hatte, die in Deutschland Wirtschaftsspionage betrieben. Auch im Zusammenhang mit seinen Recherchen zu den Cum-Ex-Geschäften der Schweizer Privatbank Sarasin ermittelte die Zürcher Staatsanwaltschaft über Jahre hinweg gegen ihn wegen Wirtschaftsspionage.

2018 übergab die Schweizer Justiz den Fall an die Hamburger Staatsanwaltschaft, die gegen Schröm wegen Anstiftung zum Verrat von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen ermittelte. Erst nach öffentlichem Druck – mehrere zehntausend Bürgerinnen und Bürger hatten sich mit ihm solidarisiert und eine Petition unterzeichnet – wurde das Verfahren eingestellt.

Ulrich Thiele
Foto: Jérome Gerull
Ulrich Thiele
Investigativjournalist · Nord-Stream-Experte
Nord-Stream-ExperteBestseller-Autor

Ulrich Thiele, geboren 1990, absolvierte nach dem Abitur ein Freiwilliges Soziales Jahr in Südafrika und studierte anschließend Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte und Kulturwissenschaften in Konstanz, Hamburg und Lüneburg. Seine ersten journalistischen Schritte machte er im Studium bei einer Hamburger Lokalzeitung und als Hospitant beim politischen Magazin Cicero. Er arbeitete mehrere Jahre als Redakteur beim Stadtmagazin Szene Hamburg, wo er unter anderem das Literatur- und das Theaterressort leitete, ehe er ein Volontariat beim Cicero inklusive eines Gastvolontariats bei Oliver Schröm absolvierte. Ab Juni 2023 war er für zwei Jahre Investigativreporter bei Business Insider Deutschland.

Im Volontariat begann er – neben Recherchen zur Cum-Ex-Affäre von Olaf Scholz und zum Bundesaufnahmeprogramm Afghanistan – seine Recherchen zu Nord Stream 2 und der Stiftung Klima- und Umweltschutz in Mecklenburg-Vorpommern. Seine Enthüllungen waren Anlass zur Einsetzung eines Untersuchungsausschusses in Schwerin.

Er deckte das sogenannte »Kamin-Gate« um eine mutmaßlich politisch beeinflusste Steuerprüfung auf. 2022 ergaben seine Recherchen, dass die von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig eingesetzte Stiftung 10 Millionen Euro Schenkungsteuer für eine Gazprom-Zuwendung schuldig war. Ein Jahr später enthüllte er, dass eine Finanzbeamtin die Steuererklärungen im Kamin verbrannt hatte.

2023 enthüllte er die »Lösch-Affäre«, die ans Licht brachte, dass Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Christian Pegel vor Einsetzung des Untersuchungsausschusses E-Mail-Kommunikation gelöscht hatte. Pegel rechtfertigte, er habe Kosten für den Speicherplatz sparen müssen.

2024 enthüllte er, dass Manuela Schwesig in ein vermeintlich unabhängiges Rechtsgutachten zur Auflösung der Klimastiftung eingegriffen und somit die Auflösung der Stiftung verhindert hat.

Im Februar 2025 erschien sein gemeinsam mit Co-Autor Steffen Dobbert verfasstes Buch »Nord Stream. Wie Deutschland Putins Krieg bezahlt« bei Klett-Cotta. Das Buch enthüllt, wie deutsche Politiker (darunter Gerhard Schröder, Frank-Walter Steinmeier, Angela Merkel, Manuela Schwesig, Erwin Sellering, Sigmar Gabriel) hinter den Kulissen mit zwielichtigen Methoden jahrelang gegen vehemente Warnungen aus den USA und Osteuropa für die Nord-Stream-Pipelines eintraten und Deutschland in die Abhängigkeit von russischem Gas trieben – unterstützt von russischen Netzwerken und einflussreichen Lobbyisten. Behörden wurden unter Druck gesetzt, Sicherheitsstandards gesenkt, Umweltverschmutzungen des Gazprom-Konzerns vertuscht und politische Nähe zum Kreml priorisiert. Die Süddeutsche Zeitung schrieb: »Das Buch liest sich wie ein Thriller, der Detailgrad ist hoch, und bis ganz am Ende nehmen die beiden Autoren fast keine Wertungen vor. Das ist auch nicht nötig, die bloße Schilderung der Ereignisse spricht für sich. […] Die in diesem Buch akribisch und gut belegt zusammengetragenen Fakten sollten eigentlich bei jeder Diskussion über die zukünftige Zusammenarbeit mit Russland präsent sein.«

Das Buch erreichte Platz 2 der Spiegel-Bestsellerliste.

Neben seiner Tätigkeit als Journalist arbeitet er ehrenamtlich in einem Hospiz, von 2021 bis 2022 absolvierte er eine Ausbildung zum Kinder-, Jugend- und Familientrauerbegleiter.

Kontakt

Oliver Schröm
Investigativjournalist · Spiegel-Bestseller
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Ulrich Thiele
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